27.02.2004: Schutz vor Presse für Königskinder

Kronprinz Haakon bemüht sich um ein Abkommen mit dem Norwegischen Presseverband zum Schutz des Privatlebens der Königsfamilie.

Kronprinz Haakon äußerte sich gegenüber Fachjournalisten und erklärte, dass vor allem Kinder einen besonderen Schutz brauchen. Die Königliche Familie sei sehr froh über die "ethische Perspektive" die norwegischen Journalisten bei ihrer Arbeit berücksichtigen.

Ein erstes Treffen mit dem Norwegischen Presseverband hat bereits stattgefunden. Zweck der Treffen ist, so der Kronprinz, besonders die Rolle der Medien hinsichtlich des Umgangs mit Kinder zu diskutieren. Die Geburt von Prinzessin Ingrid Alexandra sei ein guter Anlass jetzt den Dialog mit der Presse zu führen.

Für die Kronprinzenfamilie sei es selbstverständlich sich bei großen Ereignissen im Königshaus der Presse und Fotografen zu zeigen. Allerdings sollte auch ein Privatleben möglich sein. Es wäre schön, wenn die Familie eine Ausstellung besuchen könnte ohne von Kameralinsen verfolgt zu werden, meinte Kronprinz Haakon. Wenig erbaulich ist das Eindringen von Fotografen in das Privatgrundstück oder das regelmäßige Umkreisen mit einem Helikopter.

Kronprinz Haakon hofft möglicherweise ein Abkommen mit der Presse treffen zu können. Die Vertreter der Presse weisen ihrerseits auf die Pressefreiheit hin. Sicherlich ein schwieriges Unterfangen hier die Grenzen zu ziehen.


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