15.06.2004: Ari Behn besuchte Berlin

Ari Behn, Ehemann von Prinzessin Märtha Louise, besuchte Berlin. Er bedauerte seine unglücklichen Bemerkungen über Deutschland.

Zusammen mit Gunnar Sønsteby, einem hochdekorierten norwegischen Kriegsveteran,  reist Ari Behn durch das deutschsprachige Europa. Er bestieg die Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin, verweilte vor dem im Bau befindlichen Holocaust Mahnmahl in der Nähe des Brandenburger Tores und zeigte sich sehr beeindruckt von der Kultur in Deutschland.

Dem Korrespondenten der Zeitung Aftenposten gab er ein sehr offenes und ehrliches Interview und bedauerte seine frühere Einstellung zu Deutschland:

"Vor einigen Jahren schrieb ich einen ungeschickten Kommentar, dass die Deutschen sehr gut Fußball spielen und ein paar Kriege angefangen haben. Diese beiden generellen Bemerkungen waren Teil eines großen Bildes, das ich damals hatte. Ich wuchs mit der Kultur und Geschichte der Steinerschulen auf, die sich sehr gegen Deutschland gerichtet hatten."

"Seitdem hatte ich viele schöne Erlebnisse mit der deutschen Kultur und ich hatte die große Gelegenheit die Vorgänge in Europa zu beobachten. Ich meine, dass wir in Norwegen viel zu wenig über Deutschland wissen."

"Der deutschsprachige Teil in Europa ist ein riesengroßer Motor. Deutschland ist ein modernes Land, dass versucht sich nach der Wieder-vereinigung aufzubauen. Es war und ist eine Nation der Philosophen, der Kunst, Musik und Literatur."

Ari Behn will mit Gunnar Sønsteby, der am 7. Juni 1945 im Wagen von Kronprinz Olav bei der Fahrt durch die Karl Johan Strasse in Oslo saß, das Konzentrationslager Sachsenhausen und das Frauenlager Ravensbrück aufsuchen.


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