23.+24.09.2004: Kronprinzenpaar in Genf

Bild: UNHCR

Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit wurden vom Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen Ruud Lubbers in Genf begrüßt.

Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit reisten in humanitärer Mission für zwei Tage nach Genf.

Das Kronprinzenpaar besuchte zum Auftakt der Studienreise das UN Flüchtlingskommissariat und wurde dort von UN Flüchtlingskommissar Ruud Lubbers begrüßt. Ziel der Reise ist es einen Eindruck über Arbeit und Aufgaben dort zu gewinnen. "Wir sind hier um zu lernen", betonte der Kronprinz und seine Frau stimmte zu.

Interessiert und konzentriert führten Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit viele Gespräche. Sie erhielten beispielsweise Einblick in die Datenbank, die der Flüchtlingsrat über die weltweite Vertreibung von Menschen aufgebaut hat. "Alle Informationen, die aus rund 7.000 Quellen kommen, werden bearbeitet, ausgewertet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht", erläuterte Elisabeth Rasmusson vom Flüchtlingsrat.

Die Studienreise zu den fünf großen internationalen humanitären Organisationen, u.a. UNHCR, OCHA und ICRC ist ein Hochzeits-geschenk, das gemeinsam von

Norges Røde Kors (Norwegisches Rotes Kreuz),
Flyktningerådet (Flüchtlingsrat),
Kirkens Nødhjelp (Kirchliche Nothilfe),
Norsk Folkehjelp (Norwegische Volkshilfe) und
Redd Barna (Save the Children)

gestiftet wurde. Das Geschenk wurde deshalb ausgewählt, weil sich das Kronprinzenpaar durch sein "umfassendes und ernsthaftes Engagement in humanitären Fragen auszeichnet".

Dies bekräftigte auch nochmals der Generalsekretär des Flüchtlingsrates Raymond Johansen, als er auf den gewonnenen Erfahrungsschatz des Kronprinzenpaares in humanitären Fragen durch das Studium in London, die zahlreich übernommen Aufgaben und den persönlichen Einsatz hinwies, insbesondere auch in Form des gegründeten Hilfsfonds.

Kronprinz Haakon ist außerdem seit knapp einem Jahr Goodwill-Botschafter des Entwicklungshilfeprogramm UNDP und fliegt für eine weitere Mission am 4. Oktober diesen Jahres nach Kambodscha.

Zum Ende des zweitägigen Aufenthaltes kündigte Kronprinzessin Mette-Marit die Erweiterung ihres Engagements für NORAD an. Sie hoffe außerdem im Laufe des nächsten Frühjahrs in diesem Zusammenhang nach Afrika reisen zu können.

Dass erst so spät ein geeigneter Termin für den Reiseantritt nach Genf gefunden werden konnte, liegt nicht zuletzt an dem dichten Terminplan des Kronprinzenpaares und des Familienzuwachses. Die Reise wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Norwegischen Außenministerium organisiert.


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