24.10.2004: Kronprinzenfamilie in Asker Kirche

Bild: dana press Bild: dana press

Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit nahmen am Sonntag Marius und Ingrid Alexandra zum Gottesdienst anlässlich des 125-jährigen Kirchenjubiläums in Asker mit.

Norwegens Kronprinzenfamilie erschien am Sonntag vollzählig zum Jubiläumsgottesdienst der Kirche von Asker. Bischof Gunnar Stålsett und Øyvind Backer hießen Kronprinz Haakon, Kronprinzessin Mette-Marit, die Prinzessin Ingrid Alexandra auf dem Arm trug und Marius, der fröhlich voranschritt, vor den Stufen der Kirche willkommen.

Die kleine Ingrid Alexandra war schick in rosa gekleidet und trug ein warmes Mäntelchen und eine Strickmütze. Für sie war es der erste Besuch in der Asker Kirche, die das 125-jährige Jubiläum feierte. Wesentlich interessanter fand die kleine Prinzessin allerdings die vielen Kameralinsen und die Rufe der Fotografen. Bischof Gunnar Stålsett, der Ingrid Alexandra taufte, fand trotz seines festlich glänzenden Gewandes nicht so recht Beachtung.

Marius hingegen ist schon ein richtig fescher Junge geworden. Er absolviert seine Auftritte in der Öffentlichkeit souverän, lächelt in die Kameras und winkt wie ein Profi. Vor dem Bischof machte er ein leichte Verbeugung, grüßte höflich und unterhielt sich. Marius kennt Bischof Gunnar Stålsett schon seit der Hochzeit von Mama Mette-Marit und Stiefpapa Haakon.

Den gut 70 Minuten langen Gottesdienst erlebte Prinzessin Ingrid Alexandra auf dem Schoß von Papa Kronprinz Haakon, der Mühe hatte, seine temperamentvolle Tochter zu bändigen. Sie strampelte mit Armen und Beinen und beäugte neugierig das Geschehen. Bei ihrer Taufe im April machte sie noch lautstark von sich reden, als sie fast ununterbrochen weinte und kaum zu beruhigen war. Diesmal flossen aber, zur Erleichterung der stolzen Eltern, keinen Tränen.

Marius kennt die Asker Kirche bereits, die schließlich in der Heimatgemeinde des zu Hauses Skaugum liegt. Zwar dauerte auch für ihn der Gottesdienst lange, aber Mama Mette-Marit wusste den 7-jährigen abzulenken. So durfte Marius auch die kleine Spende der Kirchenkollekte in den Klingelbeutel werfen. Die Kronprinzenfamilie war Ehrengast des Feiergottesdienstes und saß ganz vorne in der ersten Reihe auf extra aufgestellten Stühlen.

Bischof Gunnar Stalsett wählte für seine Predikt den Spruch aus der Bibel: "Lasset die Kinder zu mir kommen", passend zu den Tagen der Vereinten Nationen und passend zu den vielen Kindern, die an diesem Sonntag den Gottesdienst verfolgten. Nach dem Gottesdienst konnte sich Marius endlich der Kinder widmen, die mit ihm zusammen in die Schule in Asker gehen und weiter hinten in den Kirchenbänken saßen. Auf dem Weg nach draußen tauschten die Jungs offenbar gleich die neuesten Nachrichten aus und neckten sich.

Die Kronprinzenfamilie fuhr unmittelbar nach dem Gottesdienst wieder nach Hause. Viele Kirchengemeindemitglieder blieben noch im Kirchenzentrum um Kaffee zu trinken.

Das Königshaus ist eng mit der Kirche von Asker verbunden. Prinzessin Ragnhild und Prinzessin Astrid, die beiden Schwestern König Haralds feierten hier zum Beispiel Hochzeit. Am Weihnachtsabend des letzten Jahres ging Kronprinz Haakon mit Marius zum Nachmittagsgottesdienst, um die Wartezeit auf Julenisse, dem Norwegischen Weihnachtsmann zu verkürzen. Kronprinzessin Mette-Marit war zu derzeit hochschwanger mit Prinzessin Ingrid Alexandra und erholte sich auf Skaugum.

Man darf gespannt sein, ob die Kronprinzenfamilie dieses Jahr Weihnachten wieder auf Skaugum verbringt oder sich die ganze Königsfamilie auf Kongsseteren versammelt.


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