01.11.2004: Umstrittenes Königsbuch nominiert

Muss Norwegens Geschichte umgeschrieben werden?
Ausgerechnet das heftig diskutierte Buch Folket – Haakon & Maud II (Das Volk – Haakon & Maud II) wurde in Norwegen für den Bragepreis nominiert. Autor Tor Bomann-Larsen behauptet nach ausführlichen Recherchen, dass Königin Haakon nicht der Vater König Olavs sei.

Vor wenigen Wochen schlug das Historienbuch Folket in Norwegen hohe Wellen. König Harald sah sich zu einer öffentlichen Stellungnahme genötigt und selbst höchste politische Kreise diskutierten über die möglichen Auswirkungen auf die Norwegische Geschichtsschreibung.

Die Nominierung des viel diskutierten Werkes, das mittlerweile ein Bestseller in Norwegen ist, für den Bragepreis, facht die Debatte erneut an.

In der Kategorie Fachliteratur teilt sich Tor Bomann-Larsen die Nominierung mit zwei weiteren Werken aus Norwegen. Der 1992 alljährlich vergebene Bragepreis wird von der Stiftung „Der norwegische Buchpreis“ mit „Der norwegischen Verlegervereinigung“ als Sekretariat vergeben.

Die feierliche Bekanntgabe der Gewinner und die Preisverleihung erfolgt am 18.11.2004 in Gamle Logen in Oslo. Neben der Bragestatue, geschaffen vom Künstler Børre Larsen, winkt ein Preisgeld von 50.000 Kronen.


Buch Folket wirbelt Norwegen auf
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