18.11.2004: Königsbuch gewinnt Bragepreis

Das heftig diskutierte Buch Folket – Haakon & Maud II (Das Volk – Haakon & Maud II) gewann in Norwegen den Bragepreis. Autor Tor Bomann-Larsen behauptet in seinem Buch nach ausführlichen Recherchen, dass Königin Haakon nicht der Vater König Olavs sei.

König Harald sah sich angesichts der Aufregung über das Historienbuch "Folket" zu einer öffentlichen Stellungnahme genötigt und selbst höchste politische Kreise diskutierten über die möglichen Auswirkungen auf die Norwegische Geschichtsschreibung, obwohl es verfassungsrechtlich keinerlei Auswirkungen hat oder bekommen würde.

Die Nominierung des viel diskutierten Werkes, das mittlerweile ein Bestseller in Norwegen ist, für den Bragepreis, fachte die Debatten zunächst erneut an. Als am 18. November der Preis tatsächlich an das Buch "Folket" und seiner Autor ging, war das Kopfschütteln groß, die Aufregung jedoch verschwunden.

In der Kategorie Fachliteratur teilte sich Tor Bomann-Larsen die Nominierung mit zwei weiteren Werken aus Norwegen. Der 1992 alljährlich vergebene Bragepreis wird von der Stiftung „Der norwegische Buchpreis“ mit „Der norwegischen Verlegervereinigung“ als Sekretariat vergeben.

Die feierliche Bekanntgabe der Gewinner und die Preisverleihung erfolgte in Gamle Logen in Oslo. Neben der Bragestatue, geschaffen vom Künstler Børre Larsen, gab es ein Preisgeld von 50.000 Kronen.


Buch Folket wirbelt Norwegen auf
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