Das Haus Bernadotte (Schweden)

König Carl IV.

Norwegens König von 1859 bis 1872


König Carl IV. - in Schweden Carl XV. - (1826-1872) war der erste Prinz aus dem Hause Bernadotte, der in Skandinavien geboren wurde und Schwedisch als Muttersprache hatte. 1845 begann Kronprinz Carl Vorlesungen in Geschichte an der Universität Christiania (Oslo) zu hören. Im Gegensatz zu seinem Vater ergriff er im Kampf gegen schwedische Kräfte nie für Norwegen Partei. Dies zeigte sich deutlich, als er sein dem Storting gegebenes Versprechen nicht einhielt, den Beschluss zur Abschaffung des Statthalterpostens zu bestätigen. Auf Druck von schwedischer Seite weigerte sich der König, die Verfassungsänderung zu unterzeichnen. Der König stand mehrfach in Opposition zum Storting. Der Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Christiania (Oslo) und Stockholm blieb er fern, nachdem das Storting einen Vorschlag abgelehnt hatte, einen gemeinsamen Staatsrat der Union einzuführen, in dem norwegische und schwedische Mitglieder in gleicher Zahl vertreten waren.

 Der König war mit der niederländischen Prinzessin Louise (1828-1871) verheiratet. Ihre Tochter Louise (1851-1926) wurde mit dem dänischen Thronerben Frederik (1843-1912) vermählt, sie waren die Eltern von König Haakon (1872-1957). König Carl IV. starb 1872 mit nur 46 Jahren. Da sein Sohn Carl Oscar 1854 im Alter von zwei Jahren gestorben war, ging der Thron nun auf den jüngeren Bruder des Königs, Oscar, über.

(Quelle/Bilder: norwegen.no, kongehuset.no)


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