Prinzessin Märtha Louise

 


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Märtha Louises Hilfsfond

    


Märtha Louise - Prinzessin von Norwegen - wurde am 22. September 1971 im Rikshospital (Reichskrankenhaus) in Oslo geboren. Sie ist das älteste Kind von S. M. König Harald V. und I. M. Königin Sonja. Die Prinzessin hat einen Bruder, Kronprinz Haakon. Sie trägt den Namen ihrer Großmutter väterlicherseits, Kronprinzessin Märtha, und den ihrer Ururgrossmutter, Königin Louise, der Mutter von König Haakon VII. Nach einer Verfassungsänderung ist die Prinzessin jetzt grundsätzlich nicht mehr von der Thronfolge ausgeschlossen; als Übergangsregelung gilt jedoch, dass für vor 1990 geborene Kinder ein Sohn den Vorrang vor einer Tochter hat.

Ehe und Familie

Am 13. Dezember 2001 wurde die Verlobung der Prinzessin mit dem Autor und Schriftsteller Ari Behn aus Moss bekannt gegeben. Das Paar wurde von Bischof Finn Wagle am 24. Mai 2002 im Nidarosdom in Trondheim getraut. Die gemeinsame Tochter Maud Angelica Behn wurde am 29. April 2002 im Rikshospital in Oslo geboren. Bischof Gunnar Stålsett nahm am 2. Juli 2003 die Taufe in der Schlosskapelle vor. S.M. König Harald trug das Kind zur Taufe.
Am 20. September 2004 wurde offiziell die zweite Schwangerschaft von Prinzessin Märtha Louise verkündet. Die Geburt des Nachwuchses wird Mitte April 2005 erwartet.

Die Familie wohnte zunächst in einer Osloer Wohnung in Professor Dahls Gate. Im Oktober 2003 wurde bekannt gegeben, dass Prinzessin Märtha Louise ein Haus in Lommedalen, Burudveien 63 gekauft hat. Das Anwesen wurde renoviert und am 12. Januar 2004 zog die Familie vor die Tore Oslos in die Kommune Bærum um. Zur Hochzeit bekam Prinzessin Märtha Louise außerdem das Ferienhaus Bloksbjerg geschenkt.

Seit Anfang Oktober 2004 lebt die Familie auf unbestimmte Zeit in der US-amerikanischen Metropole New York. Zur Geburt ihres zweiten Kindes wird Prinzessin Märtha Louise zurück nach Norwegen gehen.

Kindheit und Jugend

Die Prinzessin und ihr Bruder verbrachten ihre Kindheit in ländlicher Umgebung auf dem königlichen Gut Skaugum in Asker südwestlich von Oslo. Den Eltern lag sehr daran, beide Kinder so normal wie möglich aufwachsen zu lassen. Beide Geschwister besuchten daher einen öffentlichen Kindergarten und die kommunale Grundschule.

Schule und Ausbildung

1978 kam die Prinzessin, begleitet von Vater und Mutter, in die erste Klasse der Osloer Grundschule Smestad. 1990 machte sie am Christlichen Gymnasium in Oslo das Abitur. Ihr Fächerschwerpunkt waren Fremdsprachen. Im gleichen Herbst fuhr sie nach England, wo sie am Reitsportzentrum Waterstock ihrem Hobby nachgehen konnte und an der University of Oxford Literatur studierte. Dann zog sie in das Reitsportzentrum Arena UK, um sich als Springreiterin zu perfektionieren. Ab Herbst 1992 war Prinzessin Märtha Louise Schülerin der Osloer Privatschule Bjřrknes und machte am Hochschulzentrum Bislet, ebenfalls in Oslo, eine Ausbildung als Physiotherapeutin. Das Praktikum nach dem Studium leistete sie in Maastricht (Niederlande) ab. Im Dezember 1997 erhielt sie die Zulassung als Physiotherapeutin.

Offizielle Pflichten

Prinzessin Märtha Louise erfüllt viele Repräsentationsaufgaben und übernahm eine Reihe von Schirmherrschaften. Sie wurde zur Goodwill-Botschafterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) ernannt und besuchte im April 1992 Flüchtlingslager in den Grenzgebieten zwischen Liberia und der Elfenbeinküste. Sie interessiert sich sehr für die Arbeit humanitärer Organisationen und hat aktiv bei mehreren Spendenaktionen mitgewirkt. Die Prinzessin ist unter anderem Schirmherrin der SOS-Kinderdörfer. In dieser Funktion führte sie im Dezember 1999 eine längere Rundreise durch Südostasien durch und eröffnete ein Kinderdorf in Viet Tri in der Nähe von Hanoi (Vietnam). Prinzessin Märtha Louise hat sich Kenntnisse der Gebärdensprache angeeignet und spricht die Sprache der Sami. Außerdem setzt sich die Prinzessin für die Folteropfer ein.

Selbständige Kulturvermittlerin

Prinzessin Märtha Louise entschied sich für eine selbständige Karriere in der Privatwirtschaft. Im Januar 2002 begann sie mit der Kulturvermittlung und Rosenmethode eine Einzelfirma zu etablieren, kümmert sich selbst um den Betriebsablauf und bezahlt regulär Steuern. Die Entscheidung in das Berufsleben zu gehen, schafft einen größeren Abstand zur konstitutionellen Rolle des Königshauses. S.M. König Harald hatte daher nach Rücksprache mit Prinzessin Märtha Louise festgelegt, dass sie ihren  königlichen Status aufgibt und nicht mehr mit "Ihre Königlichen Hoheit" angesprochen wird. Sie trägt weiterhin den Namen Prinzessin Märtha Louise und nimmt Aufgaben innerhalb des Königshauses war. Der Platz in der Thronfolge bleibt von dieser Änderung unberührt.

Interessen

Neben den Studien und Repräsentationsaufgaben hat die Prinzessin einen nicht unbedeutenden Teil ihrer Zeit damit verbracht, sich als Springreiterin zu entwickeln. Ihr Praktikum als Physiotherapeutin in den Niederlanden verband sie mit dem Training an einem Reitsportzentrum außerhalb von Maastricht. Sie war früher aktive Springreiterin in der Norwegischen Nationalmannschaft, nimmt heute jedoch nur noch selten an nationalen Turnieren teil. Die Prinzessin hat zahlreiche kulturelle Interessen, darunter Musik und Literatur. Viele Jahre wirkte sie in einer Volkstanzgruppe des Norwegischen Volksmuseums mit. Sie war aktives Chormitglied und trat bei einem Fernsehkonzert und bei einer Gospelchortournee als Solistin auf. Die Vermittlung norwegischer Volksmärchen liegt Prinzessin Märtha Louise am Herzen. Im Norwegischen Fernsehen trat sie mit Lesungsreihen auf und erfreute nicht nur die kleinen Zuschauer. Sie hat ein Hörbuch und Bücher mit Volksmärchen herausgegeben.

(Quelle/Links Auszeichnungen und Schirmherrschaften: kongehuset.no)


Ari Behn (Gatte)
Maud Angelica Behn (Tochter)

Die Königliche Familie
Der Stammbaum der Königsfamilie seit 1905